Partyurlaub Kuba

Vor einigen Jahren verbrachte ich einen wunderschönen Urlaub für zwei Wochen auf der nicht minder schönen Insel Kuba in der Karibik. Ich dachte eigentlich mehr an Sonne und Strand, Hochseeangeln und Tauchen oder Trips nach Havanna und Santiago de Cuba. Das alles genoss ich auch in vollen Zügen. Eines hatte ich aber nicht in meinem Urlaubsplan und das waren Parties. Sicherlich hätte ich während meines Urlaubs auch hin und wieder Music und Dancing vermisst, aber so weit sollte es gar nicht erst kommen.

Wie sich herausstellte, veranstaltete unser Hotelkomplex turnusmäßig Parties auf dem Gelände. Ich vermutete, das dies relativ langweilig werden würde, denn was wollte man mit den Miturlaubern schon anfangen. Ich sollte mich täuschen. Die erste Überraschung war die Liveband, die eigens für die Party organisiert wurde. Unter freiem Himmel spielte diese Band heiße karibische Rhythmen von der Salsa über die Samba bis hin zur Bossa Nova, die die Partygäste im Nu zum Tanzen veranlassten. Tanzen macht durstig, so dass auch sehr bald das nicht üble kubanische Bier durch unser aller Kehlen floss und die Stimmung weiter beförderte.

Ein Highlight der Party war der Auftritt einer Folklore-Tanztruppe aus dem benachbarten Inselstaat Haiti. Was die Jungs und Mädels da hinlegten, war schon atemberaubend. Afro-karibische Trommelklänge durchdrangen die tropische Nacht und heizten die mit vielen Feuern gespickte Show an. Währen dieser waren die Partygäste natürlich nicht untätig und sprachen dem leckeren Cuba-Rum oder aus diesem gemixten Getränken wie Cuba Libre oder Pina Colada zu.

Das schönste an der Party aber war, dass nicht nur die Hotelgäste unter sich feierten, sondern sich ein großer Teil des Personals dazu gesellte. Das mag in unseren Breiten als anrüchig empfunden werden, aber in der ganz eigenen Partystimmung empfand das keiner als störend, sonder eher als ausgesprochen cool.

Nachdem dann wieder die Liveband das Zepter übernommen hatte, wurde getanzt und gefeiert bis tief in die Nacht. Viele Partybekanntschaften wurden geknüpft und ich nahm den einen oder anderen Drink mit einer netten Bedienung aus dem Restaurant, die mir früher schon aufgefallen war.

Die nahm mich dann auch zu einer rein kubanischen Party mit, die ein paar Tage später in der kleinen benachbarten Stadt gefeiert wurde. Hier ging es zwar weniger aufwendig, aber deutlich authentischer zu. Ich fühlte mich unheimlich gut mit meiner reizenden Begleitung und war irgendwie der Hahn im Korbe als einziger Nicht-Kubaner.

So kam ich dann doch noch zu zwei völlig ungeplanten und nicht erwarteten Parties während meines Urlaubs – zwei ganz anders verlaufenden als gewöhnlich hier in Deutschland.